Schleierkraut (Gypsophila) pflanzen & pflegen
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Schleierkraut (Gypsophila) pflanzen & pflegen

Frederikke Jensen
Geschrieben von Frederikke Jensen - 17-07-2026

Ein Beet ohne Schleierkraut wirkt schnell ein wenig streng und aufgeräumt. Sobald aber die unzähligen winzigen Blüten wie ein feiner weißer Nebel zwischen Rosen und Stauden schweben, bekommt der ganze Garten Leichtigkeit und Tiefe. Kein Wunder, dass Gypsophila in kaum einem Bauerngarten und in keinem Schnittgarten fehlen darf.

Der richtige Standort

Schleierkraut liebt die volle Sonne. An einem hellen, warmen Platz bildet es die meisten Blüten und bleibt schön kompakt. Im Halbschatten wird es dagegen leicht mager und kippt bei Regen um. Ein etwas geschützter Platz, an dem der Wind nicht ständig durch die feinen Polster fährt, hilft zusätzlich. Ganz wichtig ist außerdem ein durchlässiger Boden, denn nasse Füße mag die Pflanze überhaupt nicht.

Boden und Pflanzung

Am wohlsten fühlt sich Gypsophila auf kalkhaltigem, eher magerem Boden. Schwere, lehmige Erde arbeitest du am besten vor dem Pflanzen mit etwas Sand und feinem Kies auf. Setze die Stauden im Frühjahr oder im frühen Herbst und halte rund 40 bis 50 cm Abstand, damit sich die luftigen Polster gut entfalten können.

  • Pflanzzeit: Frühjahr oder früher Herbst
  • Abstand: 40–50 cm
  • Boden: durchlässig, neutral bis leicht kalkhaltig

Beliebte Sorten

Für lockere Sträuße und ein romantisches Beet greifst du am besten zu den bewährten Klassikern. ‘Paniculata’ ist das typische Rispen-Schleierkraut mit wolkigem, filigranem Wuchs, während ‘Pacifica’ mit etwas größeren, zartrosa überhauchten Blüten überzeugt. Beide sind mehrjährig und werden Jahr für Jahr üppiger.

Gießen und Düngen

Ist das Schleierkraut einmal eingewachsen, kommt es mit Trockenheit erstaunlich gut zurecht. Gieße nur bei längeren Hitzeperioden und lieber selten, dafür aber durchdringend. Auf Dünger kannst du fast ganz verzichten: eine Handvoll reifer Kompost im Frühjahr reicht völlig, denn zu viel Nährstoff geht auf Kosten der Standfestigkeit und lässt die Pflanze auseinanderfallen.

Schneiden und Überwintern

Nach der ersten Blüte im Juni und Juli lohnt sich ein beherzter Rückschnitt. Oft schiebt die Pflanze dann im Spätsommer eine zweite, zartere Blütenwolke nach. Die winterharten Stauden-Sorten überstehen den Frost problemlos; eine leichte Abdeckung aus Laub schützt frisch gesetzte Pflanzen im ersten Jahr zusätzlich.

Frederikkes Tipp: Stecke schon beim Pflanzen einen kleinen Reisigbesen oder ein Staudengitter mit ins Beet. Das Schleierkraut wächst hindurch, wird unsichtbar gestützt und fällt nach einem kräftigen Sommerregen nicht auseinander.

Schleierkraut in der Vase

Als Schnittblume ist Gypsophila unschlagbar. Sie lockert jeden Strauß auf und hält in der Vase gut eine Woche. Ernte die Stiele, wenn etwa die Hälfte der Blüten geöffnet ist. Du kannst sie sogar wunderbar trocknen: kopfüber an einem luftigen Platz aufgehängt bleibt der zarte Schleier für die Winterdeko lange erhalten.

Zur ganzen Stauden-Auswahl

Schöne Partner im Beet

Schleierkraut ist der ideale Begleiter für kräftige Blütenfarben. Neben Flammenblumen, Sonnenhut oder Stockrosen wirkt der weiße Schleier wie ein verbindendes Band und nimmt starken Kontrasten die Härte. So entsteht ganz von selbst ein harmonisches, romantisches Beet, das den ganzen Sommer über Freude macht.

Wenn du dein Beet gerade neu planst, findest du in unserer Auswahl an Stauden viele passende Begleiter, die Jahr für Jahr zuverlässig wiederkommen und deinem Schleierkraut Gesellschaft leisten.

Sortiment und Verfügbarkeit können sich ändern.