
Essbare Blüten aus dem eigenen Garten
Stell dir einen Sommersalat vor, über den du eine Handvoll leuchtend oranger und tiefroter Blüten streust – gepflückt zwei Minuten vorher, direkt vor der Haustür. Essbare Blüten machen aus einem gewöhnlichen Teller ein kleines Fest, und die einfachste von allen ist die Kapuzinerkresse. Sie wächst fast von allein und schenkt dir den ganzen Sommer Farbe und Geschmack.
Warum essbare Blüten in jeden Garten gehören
Essbare Blüten sind der schönste Beweis dafür, dass Nützliches und Schönes zusammengehören. Sie locken Bienen und Hummeln ins Beet, verschönern jeden Salat und jede Torte – und du weißt bei Selbstgezogenem genau, dass keine Spritzmittel im Spiel waren. Gerade für Familien mit Kindern ist es ein kleines Wunder, eine Blüte einfach vom Beet zu naschen.
Kapuzinerkresse: die einfachste essbare Blüte
Wenn du bei essbaren Blüten anfangen willst, führt kein Weg an der Kapuzinerkresse vorbei. Ihre großen Samen keimen zuverlässig, sie wächst schnell und blüht bis zum Frost. Blüten und Blätter schmecken angenehm scharf, fast wie Kresse oder Rucola – daher der Name. Ob rankend am Zaun oder buschig im Kübel: Sie passt überall hin und braucht kaum Pflege.
Sorten für Farbe und Geschmack
Kapuzinerkresse gibt es in vielen Farben – von cremeweiß bis fast schwarz. Ein paar schöne Beispiele:
- 'Milkmaid': zarte cremegelbe Blüten, die auf dem Teller besonders elegant wirken.
- 'Black Velvet' und 'Purple Emperor': tiefdunkle, samtige Töne für dramatische Farbtupfer.
- 'Salmon Baby' und 'Tip Top Apricot': warme Lachs- und Apricottöne, die jeden Sommersalat aufhellen.
- 'Sahin's Rumba': ein buntes Farbenspiel mit gesprenkelten Blüten.
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In der Küche: so verwendest du die Blüten
Am schönsten schmecken die Blüten frisch. Streue sie über Salate, Suppen oder aufs Butterbrot, dekoriere damit Torten oder frier sie in Eiswürfeln für Sommerdrinks ein. Auch die jungen Blätter sind essbar und geben Pesto oder Quark eine pfeffrige Note. Die noch grünen Samen kannst du sogar wie Kapern einlegen. Ernte am besten morgens, wenn die Blüten frisch geöffnet sind.
Frederikkes Tipp: Pflücke Blüten immer erst kurz vor dem Servieren und schüttle sie nur vorsichtig aus, statt sie zu waschen – so bleiben Farbe und Aroma erhalten. Und lass ein paar Blüten stehen: Sie sind ein Festmahl für Hummeln und ziehen ganz nebenbei Blattläuse von deinem Gemüse weg.
Aussaat und Pflege
Kapuzinerkresse säst du ab Mitte Mai direkt ins Beet oder in Kübel, sobald keine Fröste mehr drohen. Die großen Samen drückst du etwa zwei Zentimeter tief in die Erde – ideal auch für Kinderhände. Ein magerer Boden ist sogar besser als ein fetter: Zu viele Nährstoffe bringen viele Blätter, aber wenige Blüten. Sonnig bis halbschattig, ab und zu gießen – mehr braucht sie nicht.
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Alle Preise sind Tagespreise und können sich ändern. Manche Sorten nur solange der Vorrat reicht.





