Amaryllis (Ritterstern) pflanzen & pflegen
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Amaryllis (Ritterstern) pflanzen & pflegen

Frederikke Jensen
Geschrieben von Frederikke Jensen - 17-07-2026

Wenn draußen der erste Frost am Fenster steht und drinnen eine Amaryllis ihre riesige Trichterblüte öffnet, hat der Winter plötzlich etwas Feierliches. Auf einem einzigen kräftigen Stiel thronen bis zu vier handtellergroße Blüten in Rot, Weiß, Lachs oder zweifarbig gestreift. Kaum eine Zwiebel macht auf der Fensterbank so viel her, und dabei ist sie erstaunlich pflegeleicht.

Amaryllis, Ritterstern oder Hippeastrum?

Die Pflanze, die wir zu Weihnachten auf der Fensterbank haben, heißt botanisch eigentlich Hippeastrum und wird im Deutschen Ritterstern genannt. Umgangssprachlich sagen aber fast alle Amaryllis dazu. Gemeint ist immer dieselbe großblütige Zwiebel, die drinnen im Winter blüht: nicht zu verwechseln mit der echten, winterharten Amaryllis belladonna aus dem Garten.

Die Zwiebel richtig einpflanzen

Wähle einen Topf, der nur zwei bis drei Zentimeter breiter ist als die Zwiebel. Amaryllis blüht am schönsten, wenn es eng zugeht.

  • Zwiebel nur zu zwei Dritteln in die Erde setzen, die Schulter schaut heraus.
  • Durchlässige, nicht zu nährstoffreiche Blumenerde verwenden.
  • Nach dem Pflanzen einmal sparsam angießen und hell und warm stellen.

Bis der Blütenstiel sichtbar erscheint, gießt du bewusst wenig, sonst fängt die Zwiebel leicht an zu faulen. Erst wenn der Trieb wächst, darf es etwas mehr Wasser sein.

Standort und Pflege während der Blüte

Ein heller Platz bei 18 bis 21 Grad ist ideal. Drehe den Topf ab und zu, damit der Stiel gerade wächst und sich nicht zum Licht neigt. Ist der Stiel sehr hoch, gibst du ihm einen dünnen Stab als Stütze. Je kühler der Standort während der Blüte, desto länger halten die Blüten: an einem kühlen Fenster oft über drei Wochen.

Nach der Blüte: so kommt sie wieder

Schneide den verblühten Stiel ab, das Laub lässt du weiterwachsen. Von Frühjahr bis Sommer düngst du alle zwei Wochen und darfst die Pflanze nach den Eisheiligen sogar nach draußen stellen. Ab August gönnst du ihr eine Ruhephase: kühl, dunkel und trocken für rund acht Wochen. Danach treibt sie neu aus, und das Schauspiel beginnt von vorn.

Amaryllis zum Wunschtermin blühen lassen

Vom Einpflanzen bis zur Blüte vergehen meist sechs bis acht Wochen. Wer die Zwiebel Anfang bis Mitte November setzt, hat gute Chancen auf Blüten passgenau zu Weihnachten. Gestaffelt gepflanzt, alle zwei Wochen eine neue Zwiebel, hast du den ganzen Winter über frische Blüten.

Frederikkes Tipp: Stell die Amaryllis nach dem Antreiben für die Blütezeit möglichst kühl über Nacht. Ich räume meine abends gern ins ungeheizte Schlafzimmer: So bleiben die großen Blüten fast doppelt so lange schön wie im warmen Wohnzimmer.

Die Amaryllis selbst holst du dir am besten im Herbst als kräftige Zwiebel. Für Farbe und Duft auf der winterlichen Fensterbank sorgen auch Hyazinthen, die sich genau wie der Ritterstern drinnen antreiben lassen:

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Ob als festlicher Blickfang zu Weihnachten oder als geduldiger Winterbegleiter auf der Fensterbank: Der Ritterstern belohnt dich mit wenig Aufwand für viel Wirkung. Stöbere in Ruhe durch unser Zwiebelsortiment und hol dir ein Stück Winterblüte ins Haus.

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